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Mobile Klimaanlage – Schlussfolgerungen aus der 3-jährigen Nutzung

p.kaczmarek2  0 6 Cool? (0)
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Hier präsentiere ich meine dreijährigen Erfahrungen und Schlussfolgerungen mit dem mobilen Klimagerät HAXON MEVA 2,34 kW. Es ist für Räume bis zu 25 m² ausgelegt und verfügt über ein einzelnes Abluftschlauch für die Warmluft. Die Fensterabdichtung für das Fenster muss natürlich separat erworben werden. Ich werde die Funktionsweise und Wirtschaftlichkeit des Geräts bewerten und die Ergebnisse anhand einer Wärmebildkamera demonstrieren.

Kaufmotivation
Mobile Klimageräte sind von Natur aus ineffizient und die Geräuschentwicklung beeinträchtigt den Komfort erheblich. Leider zwingen die Wohnverhältnisse manchmal zu dieser Entscheidung. Wenn eine Festinstallation nicht möglich ist, muss man sich mit einfacheren und günstigeren Lösungen begnügen. Für das hier gezeigte Modell habe ich knapp 230 € bezahlt.


Der erste Eindruck
Das Gerät selbst ist groß und schwer. Im Lieferumfang ist eine Fernbedienung enthalten, und auf dem Bedienfeld befinden sich ein einfaches Display sowie einige Optionen, darunter zwei Leistungsstufen, ein zusätzlicher Leisemodus sowie die Modi „Kühlen“, „Entfeuchten“ und „Lüften“. Wenn man die verfügbaren Modi durchklickt, stellt man jedoch schnell fest, dass der Geräuschpegel in allen Konfigurationen ähnlich ist und die Taste „Night“ eher nur zur Zierde dient.


Montage
Dieses Gerät lässt sich völlig einfach installieren. Man braucht lediglich eine Fensterdurchführung, die am Fenster angebracht wird. Diese ist für weniger als 25 € erhältlich. Der Haken daran ist jedoch: Je schlechter die Isolierung, desto geringer die Kühlleistung. Hier gilt wieder dieselbe Beobachtung, die ich zu Beginn erwähnt habe –wir tauschen Leistung gegen Mobilität.


Leistung und Betrieb
An der Oberseite des Geräts wird die aktuelle Temperatur angezeigt, und dort lässt sich auch die Zieltemperatur einstellen. Für mich ist das jedoch ein überflüssiges Spielzeug. Ich war noch nie in einer Situation, in der die Nutzung dieser Funktion bei Hitze Sinn gemacht hätte, und ich kühle immer auf unerreichbare 15°C herunter. Außerdem kann ich auf diesem Display nicht einmal erkennen, dass die Temperatur nach dem Kühlen tatsächlich sinkt.
Ein weiteres Problem ist die Luftzirkulation. In der Natur geht nichts verloren. Da ein mobiles Klimagerät jedoch nur einen Schlauch zum Abführen der Luft besitzt, muss es über das andere Rohr Frischluft in den Raum saugen. Dadurch entsteht ein Unterdruck, und warme Luft von außen (z. B. durch Undichtigkeiten und Türen) wird angesaugt, was die Kühlleistung leider deutlich reduziert. Zweirohr-Klimageräte bieten hier eine Lösung. Anleitungen zum Selbsteinbau eines zweiten Schlauchs findet man auch leicht im Internet, ich habe das aber selbst noch nicht ausprobiert.

Kurze Messungen
Für die Tests habe ich ein gewöhnliches Steckdosen-Energiemessgerät sowie eine Wärmebildkamera vom Typ InfiRay P2 PRO mit einer Auflösung von 256×192 verwendet. Als Erstes habe ich überprüft, wie viel Leistung in den verschiedenen Betriebsmodi aus dem Stromnetz bezogen wird. Der Lüftermodus (Fan) verbraucht etwa 100 W, während die Kühlung etwa 700–750 W kostet – und zwar unabhängig von der gewählten Stufe und dem Nachtmodus. Die Unterschiede liegen im Bereich von 20–30 W; auf der Stufe „Low“ ist die Geräuschentwicklung tatsächlich geringfügig geringer.
PeakTech 9035 Energiemessgerät mit Anzeige von 711,7 W Leistungsaufnahme
Ein Blick auf die Wärmebildaufnahme zeigt hingegen, dass das Gerät tatsächlich funktioniert. Am Ausgang beträgt die Temperatur bis zu 15°C, und der Abluftschlauch erwärmt sich auf 40°C und mehr.
Wärmebild eines mobilen Klimageräts mit Messwerten 14,8°C, 25,1°C und 33,4°C Thermografie eines mobilen Klimageräts und Abluftschlauchs mit Temperaturanzeigen.

Worauf sollte man achten
Eine mobile Klimaanlage ist zwar nicht besonders effizient und laut wie ein Staubsauger, funktioniert aber immerhin. Im Handel findet man hingegen unter ähnlichen Bezeichnungen Geräte, die auf Kühlpatronen oder Wasser basieren oder einfach nur schön benannte Ventilatoren sind. Da ihnen ein Kompressor fehlt, senken sie die Raumtemperatur überhaupt nicht, sondern erhöhen lediglich die Luftfeuchtigkeit und sorgen so für ein vorübergehendes Gefühl von Kühle. Meiner Meinung nach ist der Kauf solcher Geräte sinnlos.

Zusammenfassung
Das Gerät ist – wenn auch nur mit Mühe – in der Lage, einen Raum mit einer Fläche von etwa 10 m² auf eine angenehme Temperatur herunterzukühlen, wenn darin ein Computer läuft (bis zu 200 W) und draußen eine Hitze von bis zu 35°C herrscht. Dabei verbraucht es etwa 0,8 kWh Energie pro Stunde, doch wir zahlen dafür mit einem Verlust an Arbeitskomfort, denn der Lärm erinnert doch an einen laufenden Staubsauger. Aus diesem Grund eignet sich das Gerät eher nicht für das Schlafzimmer, es sei denn, man kühlt den Raum bis zum Schlafengehen herunter – dann hilft uns der nächtliche Temperaturabfall. Ich persönlich finde, dass sich die Anschaffung gelohnt hat, obwohl ich mich, wenn ich könnte, für eine vollwertige Klimaanlage (vom Typ Split) entscheiden würde.

Über den Autor
p.kaczmarek2
p.kaczmarek2 hat 14754 Beiträge geschrieben mit der Bewertung 12875 , und dabei 659 Mal geholfen. Er ist seit 2014 bei uns.

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